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In Zella-Mehlis gut aufgestellt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Redaktion   
Friday, 17. April 2009

Freies Wort, 16.04.2009 "Die Linke: Guter Altersdurchschnitt"

Mit neun Kandidaten und damit drei mehr als 2004 zieht Die Linke in den Stadtrats-Wahlkampf. Der Partei ist dabei eine gute Altersmischung gelungen; längst nicht nur die Alten wollen für die Stadt und ihre Bürger Verantwortung übernehmen, sondern Frauen und Männer zwischen 20 und 68.

Auf den ersten drei Listenplätzen stehen Ralf Gundlach, Solveig Gross und Lutz Köhler - und damit zwei absolute Kommunalpolitik-Neulinge. Nur Gundlach (68 Jahre) sitzt aus dem Spitzentrio seit 1999 im Gremium. Er wurde zudem jüngst für Gerd Kusch zum amtierenden Vorsitzenden des Ortsverbandes Zella-Mehlis/Benshausen bestimmt. Solveig Gross, 36 Jahre jung und gebürtige Dresdnerin, ist selbstständig und nach Jahren in der Schweiz und den alten Bundesländern wieder in den Osten zurückgekehrt. Gross möchte konkrete Projekte in der Stadt befördern und mit Sachkenntnis unterstützen. Lutz Köhler (50) war jahrelang in der freien Wirtschaft tätig, ist jetzt aber in ein Angestelltenverhältnis gewechselt. "Ich will lieber selbst etwas tun, als nur zu Hause sitzen und meckern", begründete er seine Kandidatur.

Da Elke Pudszuhn wie angekündigt nicht mehr für den Stadtrat antritt, entschloss sich kurzfristig Heike Gundlach zu einer Kandidatur. Sie steht auch auf der Linken-Liste für den Kreistag und möchte künftig das Verbindungsglied zwischen den beiden Gremien sein.

 

Für mehr Bürgernähe

 

Heike Gundlach skizzierte zu Beginn der Versammlung das Wahlprogramm, das in vergangenen Versammlungen aufgestellt und am Dienstagabend einstimmig angenommen wurde. Sie freue sich, dass die Partei "neue Mitglieder und Kandidaten gewonnen und in der Diskussion des Stadtwahlprogramms viele sachkundige Helfer gefunden" habe. Schwerpunkt der linken Kommunalpolitik werde überall da liegen, wo "wir mehr demokratische Mitbestimmung für die Menschen unserer Stadt brauchen", kündigte sie an. Als Beispiele nannte die Kommunalpolitikerin das "gläserne Rathaus", die Unterstützung von Einwohnerbegehren zu wichtigen Fragen, die Forderung nach einer Außenstelle des Landratsamtes in Zella-Mehlis für mehr Bürgernähe, die Unterstützung der Arbeit der Kontaktbereichsbeamten. Die Linken wollen sich dafür stark machen, dass für die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ausbildungs- und Arbeitsplätze in städtischen Einrichtungen zur Verfügung gestellt werden, um die Einsatzbereitschaft dauerhaft zu sichern. Die Partei ist unter anderem gegen die Einführung der Straßenausbaubeitragssatzung, vor allem der rückwirkenden Beiträge und für den Stopp des Betriebes in der Müllverbrennungsanlage.

Heike Gundlach kündigte an, im Mai einen Wahlstützpunkt in der Stadt zu eröffnen, der bis zur Bundestagswahl betrieben wird.

 
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